Die Holzbaupreise 2019 sind Freitagabend im Architektur Haus Kärnten verliehen worden. Die beiden Hauptpreise gingen an die Erweiterung und Sanierung einer Schule sowie an eine kleine Ferienanlage zwischen Bäumen. Weiters wurden zwei Auszeichnungen und sechs Anerkennungen vergeben. In der Kategorie „Export“ gab es zwei Auszeichnungen und zwei Anerkennungen.

Rund 300 am Holzbau Interessierte kamen in das Architektur Haus Kärnten in Klagenfurt, um dabei zu sein, wenn die Preisträger bekannt gegeben werden. Die Juroren, Architekt Raimund Wulz, Tragwerksplaner Conrad Brinkmeier und Holzbaumeister Karl Niedermayer hatten die Preisträger aus insgesamt 89 Einreichungen gekürt. Je einen Holzbaupreis erhielten die Erweiterung und Sanierung der HBLA Pitzelstätten sowie die „Häuser im Wald“ auf der Turrach. Zwei Einfamilienhäuser wurden mit einer Auszeichnung bedacht und weitere Bauten, darunter eine Radbrücke über die Möll und eine Initiative für Möbeldesign, wurden mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

proHolz Kärnten Obmann DI Leopold Schnaubelt freute sich über das große Interesse am Holzbaupreis und auch darüber, dass es gelinge, immer mehr Menschen vom Baustoff Holz zu überzeugen.

Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl sagte, Kärnten könne stolz darauf sein, dass die heimischen Holzbaufirmen europaweit führend seien, und präsentierte ein paar Zahlen zum Wirtschaftsfaktor Holz. So gebe es entlang der Wirtschaftskette Holz in Kärnten rund 3.000 Betriebe mit 18.000 Mitarbeitern, die 18 Prozent der Bruttowertschöpfung des Landes erwirtschaften.

Der Obmann des Architektur Hauses Kärnten, DI Markus Klaura, erklärte, dass Holz einen immer höheren Stellenwert im Baugeschehen gewinne, dass im Holzland Kärnten aber noch deutlich mehr mit Holz gebaut werden müsste.

Als Vertreter der Landespolitik waren Herwig Seiser, Obmann des SPÖ-Landtagsklubs, und ÖVP-Landtagabgeordneter Herbert Gaggl gekommen. Seiser äußerte den Wunsch, dass im mehrgeschoßigen Genossenschaftswohnbau mehr mit Holz gebaut werden sollte. „Da muss was weitergehen“, erklärte er. Auch Gaggl sprach sich dafür aus, den Schwerpunkt im Wohnbau und im öffentlichen Raum zu setzen. Mit dem Bau von beispielsweise Sporthallen, Kindergärten und Ähnlichem könne die öffentliche Hand Vorbild sein. Den Holzbaupreis bezeichnete er als „Auszeichnung für jene, die etwas tun und nicht nur reden“.

.

Detaillierte Beschreibungen der Preisträger finden Sie auf https://holzbaupreis-kaernten.at/preistraeger-holzbaupreis-2019/

Fotos zum Download: https://holzbaupreis-kaernten.at/presse-2019/

Fotos Ferdinand Neumüller.